
Man muss es sich nicht unnötig schwer machen. Da sich die Vorstellung, in Südfrankreich zu zelten, bei mir von Vorfreude in Panik verwandelte, beschlossen wir kurzerhand, unseren Zeltplatz zu stornieren und umzuplanen. Frankreich kennenlernen kann man auch in weniger überlaufenen Gegenden und da wir trotzdem ans Meer wollen, geht es nun an die Opalküste.
Prinzipiell hat es mich, denke ich, unbewusst nach Frankreich gezogen, weil ich letztes Jahr einen biografischen Roman über den niederländischen Maler Vincent van Gogh gelesen habe, der u.a. in Frankreichs gelebt hat. Die Farben des einfachen Lebens auf dem Land, die van Gogh einfing, wurden in dem Roman so lebendig beschrieben. Etwas später, Anfang des 20. Jahrhundert gab es einen Künstler, Edouard Lévêque, welcher dem Küstenstreifen zwischen der Somme-Mündung und Dunkerque den Namen Côte d’Opal (Opalküste) verlieh. Wie der Edelstein wechselt das Meer seine Farbe von klarem Blau zu schwerem Grau. Dazu das Wechselspiel aus Wind und Wellen. Wir werden diesen Teil Frankreichs kennenlernen, bevor es dann zur Weltstadt Paris geht.
Schreibe einen Kommentar