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Zwischen Alltag und Ewigkeit

Kategorie: Reisen

Reiseberichte, Reisevorbereitung, Planung

  • Bonjour amour, bonjour Paris (ein Reisebericht)

    Bonjour amour, bonjour Paris (ein Reisebericht)

    Wir sind wieder da – von einer erlebnisreichen und erfüllenden Reise durch Frankreich. Nie habe ich einen Familienurlaub so genossen! Zuerst waren wir mit einer befreundeten Familie im Elsass. Dort war es etwas kühler, aber idyllisch mitten im Gebirge mit Wäldern und Bergseen und für mich Zeit zum chillen und Roman lesen.

    An der Opalküste war es wirklich schön. Wir timten unsere Besuche am Meer so, dass wir hingingen, wenn es da war (Flut) 🙂 Da das Wetter in Berck sur mer schön sommerlich, aber eben nicht zu heiß, war, konnten wir ein paar schöne Nachmittage am Strand verbringen und so richtig Sonne satt tanken.

    Natürlich hat auch so ein Strandbesuch seine Tücken: Wenn viel Wind ist, fliegt einem nur so der Sand um die Ohren. Nach dem Wellenbad kleben Haut und Haare vom salzigen Wasser. Manchmal brennt die Sonne (und auch die Haut…). Das gehört alles zum Meer dazu. Für mich ein Bild für die schönen Dinge im Leben: Das Meiste ist nicht nur schön. Es gibt immer auch Nachteile. Wenn man diese Schattenseiten entdeckt, ist es an einem, sie zu akzeptieren, und beim nächsten Mal nimmt man sie eben in Kauf, man will ja das Schöne nicht verpassen.

    Mein Reise-Highlight war es, ausgiebig mit meinem jüngsten Sohn in den Wellen zu spielen.

    Berck wird scheinbar nicht so sehr von ausländischen Touristen besucht. So waren wir unter lauter Franzosen und haben uns sehr wohl gefühlt. Die Franzosen haben eine entspannte, lebensbejahende Art. Um die Ecke von unserer Ferienwohnung wurde mehrere Nächte Live-Musik gespielt. Die ganze Stadt war am Feiern. Es war das Wochenende vor dem französischen Nationalfeiertag. Vielleicht hatte es damit zu tun 😉 Leider fiel das Feuerwerk am 14. Juli wegen zu starkem Wind aus.

    Am Ende unserer Reise hatten wir uns noch 2,5 Tage Zeit genommen, um den Kindern Paris zu zeigen. Erst ging es zu Sacre Coeur, dann in den Louvre auf Mona-Lisa-Selfie-Jagd, die Champs-Elysées entlang und am letzten Tag noch den Eifelturm hinauf und Second-Hand-Shopping im Quartier du Marais bei Notre Dame.

    Alles in allem ein abwechslungsreicher Urlaub, der mir sehr gut gefallen hat. Wir waren in drei verschiedenen Ferienwohnungen und haben sehr unterschiedliche Gegenden kennengelernt. Im Auto war Platz zum bequemem Sitzen, da wir nur mit leichtem Gepäck unterwegs waren. Die Hörbuchreihe zu den sieben Bänden der Chroniken von Narnia half unserem Jüngsten, die langen Autofahrten zu überbrücken. Ansonsten genoss er es, mal mit der Schwester, mal mit dem Bruder das Zimmer zu teilen und auf diese Weise etwas mehr Zeit als im Alltag mit ihnen zu verbringen. Mich als Mama beglückt es natürlich auch, wenn wir als ganze Familie zusammen sind und Neues entdecken. Danke, Gott, für die wunderschöne Zeit!

  • Ans Meer: Opalküste (Nordfrankreich)

    Ans Meer: Opalküste (Nordfrankreich)

    Opalkueste Atlantik Frankreich

    Man muss es sich nicht unnötig schwer machen. Da sich die Vorstellung, in Südfrankreich zu zelten, bei mir von Vorfreude in Panik verwandelte, beschlossen wir kurzerhand, unseren Zeltplatz zu stornieren und umzuplanen. Frankreich kennenlernen kann man auch in weniger überlaufenen Gegenden und da wir trotzdem ans Meer wollen, geht es nun an die Opalküste.

    Prinzipiell hat es mich, denke ich, unbewusst nach Frankreich gezogen, weil ich letztes Jahr einen biografischen Roman über den niederländischen Maler Vincent van Gogh gelesen habe, der u.a. in Frankreichs gelebt hat. Die Farben des einfachen Lebens auf dem Land, die van Gogh einfing, wurden in dem Roman so lebendig beschrieben. Etwas später, Anfang des 20. Jahrhundert gab es einen Künstler, Edouard Lévêque, welcher dem Küstenstreifen zwischen der Somme-Mündung und Dunkerque den Namen Côte d’Opal (Opalküste) verlieh. Wie der Edelstein wechselt das Meer seine Farbe von klarem Blau zu schwerem Grau. Dazu das Wechselspiel aus Wind und Wellen. Wir werden diesen Teil Frankreichs kennenlernen, bevor es dann zur Weltstadt Paris geht.

  • Einfach mal raus – 5 Tipps für deine Auszeit

    Einfach mal raus – 5 Tipps für deine Auszeit

    Bild mit Strand und Meer

    Manchmal muss man einfach mal aus dem gewohnten Umfeld raus – und wenn es nur eine andere Unterkunft als das eigene Zuhause ist. Mal Urlaub allein machen, Abstand zu den Herausforderungen des Alltags bekommen, über den Tellerrand schauen, eine Pause machen.

    Nachdem ich letzten Juni vier Tage für mich freigeschaufelt hatte und ein Hotel im brandenburgischen Nirgendwo sowie eine Unterkunft bei Bekannten in der Stadt gebucht hatte, fand ich mich die meiste Zeit an meinem Handy wieder.

    Den ersten Tag war ich in meiner Rolle als Familienmanagerin tätig, vervollständigte Kalender und Aufgabenlisten und schrieb Textnachrichten an meine Familienmitglieder. Mit der Zeit störte mich das altmodische Ambiente des Hotelzimmers mehr als ich gedacht hätte. Ich freute mich dennoch an dem schönen warmen Braunton der Wände und dem durch die weißen Gardinen einfallenden Tageslicht und versank für die nächsten Stunden in meinem mitgebrachten Roman. Ansonsten zog es mich nach draußen in die kleinen Läden des Ortes. Viel gab es dort nicht. Ein paar Besorgungen, die ich zu machen hatte, fielen mir dennoch ein. Shopping als Kompensation für innere Leere. Ich ließ es zu.

    Als ich am dritten Tag zu meinen Bekannten in die große Stadt wechselte, war ich innerlich schon etwas ruhiger. Ich betete, ließ mich von einem Buch im Regal inspirieren und kaufte mir was zu Essen im Bioladen um die Ecke. Dann traf ich mich noch mit Freundinnen und schon waren meine vier Tage um. Und ich war irgendwie enttäuscht.

    So richtig zur Ruhe gekommen war ich nicht, aber ich war auch völlig planlos und gestresst in diese Zeit gestartet. Wir hatten eine schwere Zeit mit vielen Verlusten hinter uns, waren gerade umgezogen und bei mir war einfach die Luft raus. Ich wollte nur noch allein sein und lesen. Es war okay, aber das nächste Mal möchte ich mehr aus meiner Auszeit herausholen und sie fokussierter angehen.

    Man kann ja aus allem etwas lernen und so habe ich aus meiner Auszeit Folgendes mitgenommen:

    • Mach dir einen Plan, wie du deine Auszeit gestalten möchtest.
    • Investiere Zeit in die Auswahl des Ortes.
    • Organisiere, was noch zu organisieren ist vorher und delegiere Aufgaben an deine Familienmitglieder.
    • Verzichte bewusst auf das, womit du dich sonst ablenkst und belohnst, was dich aber nicht wirklich entspannt (in meinem Fall: Handy und Shopping).
    • Überlege dir, was gute Arten der Entspannung für dich sind, z.B. ein Spaziergang, Treffen mit Freunden, eine Kosmetikbehandlung, ein gutes Buch.

    Zum Thema inspiriert haben mich folgende Podcasts/Bücher/Lieder:

    • Meine Lieblingspredigten für mittellange Autofahrten: John Mark Comers Teaching Podcast: Practicing the Way (Spotify), als Buch auch auf Deutsch erhältlich:
    • Leben vom Meister lernen: Practicing the Way
    • Drin blättern und nachdenken: Bianka Bleier: Das Leben feiern
    • Reinhören und Augen schließen: das Lied Rest” von TobyMac (Spotify)
    • Praktischer Guide: Julia Warkentin: 30 Tage Stress-Detox: Eine Anleitung zum Auftanken und Loslassen

    Apropos: Wenn du Buchtipps oder Ähnliches hast, schreib es doch gern in die Kommentare. Ich würde gern eine Linksammlung zum Thema Auszeit & Reflexion erstellen.

  • Savoir vivre – leben lernen

    Savoir vivre – leben lernen

    Woran denkst du, wenn du an Frankreich denkt? Welches Bild hast du dabei im Kopf?

    Mir kam bei der Frage sofort das Wort „Baguette“ in den Sinn. Ich gab es in die Bildersuche ein und stieß auf dieses Bild:

    Mir gefällt es, da es ein typisches französisches Picknick darstellt und auch für die französische Lebensart, das „savoir vivre“ steht. Meine Familie und ich haben uns diesen Sommer Frankreich als Reiseziel ausgesucht. Die Kinder möchten das Land einfach mal kennenlernen, mein Liebster und ich waren auf unserer ersten gemeinsamen Urlaubsreise als Ehepaar zusammen in Paris. Das ist nun schon einige Jahre her…

    Wie man sich denken kann, befinde ich mich in der Mitte des Lebens und obwohl ich ja schon einige Zeit mein Leben selbst gestalte, frage ich mich: Wie geht das: leben? Damit meine ich: nicht nur arbeiten, gestresst sein, sich mit anderen vergleichen, sich sorgen, sondern: genießen, lachen, entspannen, einfach sein.

    Vielleicht können wir auf dieser Reise etwas darüber von den Franzosen lernen.