1 Ein Psalm Davids. Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
2 Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.
3 Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
4 Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.
5 Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
6 Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.
Psalm 23 in der Übersetzung von Martin Luther
Ich habe in dunklen Zeiten schon viel Kraft und Zuversicht aus diesem Psalm schöpfen können. In den letzten Jahren begleitet mich v.a. Vers 5. Die dort genannten Feinde stelle ich mir nicht als Menschen vor, die ich nicht leiden kann, die mir Böses wollen und mich verspotten. Im übertragenen Sinne können es auch zerstörerische Denkmuster oder depressive Gedanken sein. Manchmal habe ich nicht einmal mehr die Kraft, gegen sie anzukämpfen und sie sitzen einfach so mit mir am Tisch.
Gott serviert eine Leckerei nach der anderen und schenkt mir voll ein. Ich bin am Struggeln oder habe in manchen Bereichen sogar schon resigniert. Es geht schon viele Jahre so, aber Gott gibt mich nicht auf. Das ist Gnade!
Weil ich das erlebt habe, glaube ich, dass das auch für andere gilt. Wenn es dir schlecht geht, du nicht weiter weißt. Wenn du mehr als frustriert bist, von dir selbst, vom Leben. Jesus reicht aus. In seiner Gnade deckt er den Tisch für dich.
Ein Gastprediger empfahl beim kurzen Gespräch und Gebet nach dem Gottesdienst ein Buch des Podcast-Hosts, dem ich ab und zu im Auto lausche: Carey Nieuwhof. Auf Englisch heißt es: „Didn’t see it coming – Overcoming the 7 Greatest Challenges That No One Expects and Everyone Experiences“.
Ich stellte fest, dass ich das Buch als Hörbuch hören konnte und hatte es schnell durchgehört. Carey liest es selbst und hat eine kurzweilige Art, seine Inhalte mithilfe von Geschichten rüberzubringen. Da es so viele hilfreiche Tipps enthält und sehr übersichtlich gestaltet ist, war es ein Leichtes, es noch einmal zu überfliegen und das Wichtigste herauszuschreiben. Hier bekommst du meine Zusammenfassung des Buches:
Carey benennt folgende 7 Herausforderungen:
Zynismus/Pessimismus
faule Kompromisse
Isolation/Einsamkeit
Bedeutungslosigkeit
Stolz/Hochmut
Burnout
Leere
Zu jeder Herausforderung bietet er eine Art Gegenstrategie an.
Aus dem Kapitel über Zynismus habe ich mir mitgenommen, dass es hilft neugierig zu bleiben. Dafür sollte man Denkzeit einplanen, d.h. einfach Zeit zum Nachdenken beim Spazieren oder Tagebuch schreiben oder um ein neues Buch zu lesen. Es ist auch erstrebenswert, sich im Fragen stellen und weniger Antworten zu geben zu üben. Denn wer ist nicht gern mit jemandem zusammen, der Fragen stellt anstatt nur von sich zu erzählen? Auch träumen ist wichtig und vor Entscheidungen zu fragen: Warum? und: Warum nicht!?
Kompromisse gehen wir ein, wenn wie wir uns in der Öffentlichkeit und im Privaten geben sich sehr stark voneinander unterscheidet. Wenn wir anfangen, Fakten zu verschleiern (bei mir ist das z.B. wenn ich meine Schokoladensucht verbergen möchte, indem ich die gekaufte Schokolade verstecke und heimlich esse.) Dann kommt oft noch dazu, dass wir unsere schlechten Entscheidungen rechtfertigen anstatt sie uns einzugestehen. Klar, zeigen wir zuhause mehr von unseren schlechten Seiten, das ist normal. Aber wenn wir zuhause nur „stinkig“ und in Schule/Beruf allseits beliebt sind, ist irgendetwas faul.
Ein Gedankenspiel, das ich schon von Steven Covey („The 7 Habits of Highly Effective People„) kenne, ist, sich seine eigene Beerdigung vorzustellen und zu überlegen, was Familienangehörige und enge Freunde in einem Satz über einen sagen würden. Ich wünsche mir – und das ist das Ziel für charakterliche Weiterentwicklung – dass die Menschen, die mich am besten kennen, mich am meisten mögen. Was muss ich dafür tun, damit das so wird? Zeit in die persönliche Weiterentwicklung investieren und tun, was ich sage, sprich konsequent sein und Verantwortung übernehmen.
Isolation und Einsamkeit sind in unserer Zeit weit verbreitet. Was dagegen hilft: Zur Beichte gehen. Sich nicht nur mit Menschen umgeben, die einen sagen, was man hören möchte, sondern tiefe Beziehungen zulassen. Nicht nur von Erfolgen erzählen, sondern auch mal beichten, was man es so richtig verbockt hat. Das Thema Media Detox ist da auch essentiell. Sich mit echten Menschen umgeben und Zeiten wie gemeinsame Mahlzeiten in der Familie nicht noch durch elektronische Geräte bestimmen lassen.
Wenn wir uns auf Veränderung einlassen, geschieht Verwandlung.
Veränderungen im Leben finden auch ohne unser OK statt. Wir verändern nur etwas, wenn der Leidensdruck groß genug ist. Wenn wir uns allerdings auf Veränderung einlassen, geschieht Verwandlung. Wir sollten nicht an Methoden festhalten, sondern nach einem persönlichen Mission Statement leben. Mit jungen Leuten abhängen, gesellschaftliche Trends studieren und offen für radikale Veränderungen sein beugen der Bedeutungslosigkeit vor.
Eine weitere große Herausforderung ist Stolz. Nicht der Stolz auf etwas mühsam Erarbeitetes, sondern Hochmut, zu denken, man wäre besser als andere. Stolz zerstört, was uns wichtig ist und verhärtet unser Herz – wir vergleichen uns mit anderen, sind extrem leistungsorientiert, können Erfolge anderer nicht feiern, verdrängen begabte Leute aus unserem Leben, wollen überall mitreden.
Eigenschaften der Demütigen sind:
Dankbarkeit
nicht nach Status zu trachten, sondern das Geringere nehmen bzw. teilen, was man hat (Auto, Haus etc.)
Lernbereitschaft
Erfolg von anderen feiern
Ehrlichkeit
Manchmal muss man auch ehrlich sein, wie es einem geht und stellt fest: Ich bin ausgebrannt – oder bekommt vom Arzt die Diagnose „Burnout„.
Was sind Anzeichen dafür, dass du ausgebrannt bist?
weniger Leidenschaft
gleichbleibende Emotionen (Gleichgültigkeit)
kleine Dinge regen einen groß auf
Menschen strengen nur noch an
Zynismus
nichts befriedigt mehr
nicht mehr klar denken können
weniger produktiv sein
man betäubt sich (Süchte oder zu viel essen, arbeiten etc.)
nicht mehr lachen können
Schlaf hilft nicht mehr gegen Erschöpfung
Was kannst du dagegen tun?
darüber reden
Zeit mit Gott verbringen
Freunde treffen
Ruhe
Ablenkung
Selbstfürsorge
keine großen Entscheidungen treffen
Verluste betrauern
Herz wieder öffnen
in Gesundheit täglich, mindestens wöchentlich, investieren (Ernährung, Bewegung, Erholung)
Leere entsteht, wenn man alles erreicht hat und es kein „wenn… dann…“ mehr gibt. Die Lösung ist nicht „immer mehr“, sondern sich zu fragen, was man heute tun kann, um sich morgen richtig gut zu fühlen. Auch Salomo hatte alles erreicht – er war reich, weise und mächtig. Diese Erfahrung ernüchterte ihn erst einmal und dann kam er zu dem Schluss, dass es das Beste sei, das ganz normale Leben zu genießen.
Wie kann ich dem Zusammenprall mit dem Eisberg vorbeugen?
Johannes Calvin hat einmal gesagt:
Ohne Selbsterkenntnis gibt es keine Gotteserkenntnis.
Man kann das eine nicht ohne das andere erlangen.
Man sollte wissen, wie man andere beeinflusst, einen Bezug zu seinen eigenen Emotionen haben, die eigenen Schwächen, Stärken und Begrenzungen kennen.
Ich denke, jeder kommt im Leben an Grenzen – oder wie in dem Bild: stößt an einen Eisberg. Und wie immer geht es um die Reaktion darauf. Denn wenn etwas Unangenehmes, Trauriges oder Bedrohliches passiert ist, ist es passiert. Aber es wird, was du daraus machst. Also sei ehrlich zu dir, vertrau dich jemandem an, nimm Hilfe an und gib dir Zeit.
Dieses Jahr im Mai habe ich den Seelsorgekurs bei Ignis abgeschlossen und heute darüber nachgedacht, warum ich Seelsorge so gut finde, wunderbar passend zum Namen dieses Blogs würde ich es so formulieren:
Seelsorge oder auch Therapie bedeutet, den (schwierigen) Themen in seinem Leben und Gottes Wirken Raum zu geben, hinzusehen und das Leben bewusst zu gestalten.
Es gibt Bereiche an unserem Körper, die wir gern vernachlässigen: Füße oder Zähne beispielsweise, und wenn sich das dann mal die Podologin oder der Zahnarzt anschaut, ist es schon fast peinlich, was da aufgrund mangelnder Pflege oder Vorsorge entstanden ist.
Ähnlich verhält es sich mit Seele und Seelenhygiene: Man kann nur in großen Lebenskrisen zum Psychologen gehen, wenn die Not groß ist, oder man geht regelmäßig zu einem Seelsorger oder geistlichen Begleiter, um sein Herz zu erleichtern, um gewissermaßen Beichte abzulegen und vorzusorgen. Beichten im Sinne von Bekennen und an Gott abgegeben. (Bitte nicht in Scham versinken, sondern gleich sich selbst vergeben.)
Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.
1 Johannes 1,9
Das Bekennen und darüber reden, wie es wirklich in einem aussieht, kann man übrigens auch gut in einer Zweierschaft, bei der man sich regelmäßig mit jemandem trifft, um für einander zu beten oder in einer Kleingruppe/Hauskreis der Gemeinde.
In einer christlichen Seelsorgesitzung geht es dann auch darum, Gott einzuladen, in die spezifische Situation zu sprechen. Meist gibt es einen Zusammenhang zwischen unseren Problemen und unserer Gottesbeziehung.
Der Berater oder Psychotherapeut schaut auch noch andere Aspekte an und hilft mit praktischen Methoden, z.B. mit Stuhldialogen.
In den letzten Jahren hatte ich besonders viel zu verarbeiten und befinde mich immer noch in einer Übergangsphase, in der Mitte des Lebens. Mich interessierte es, mehr zum Thema Seelsorge zu erfahren und so meldete ich mich 2024 zum Seelsorgekurs in Halle an.
Ich genoss es, in einer Art Klassenraum mit ebenso Interessierten zu sitzen und zu lernen. Ein wenig wehmütig waren zwei andere Teilnehmerinnen und ich, dass wir nicht Psychologie studiert hatten, sondern Theologie, Sozialpädagogik und Übersetzungswissenschaften. Um so mehr genossen wir es, das im Rahmen dieses aus acht Wochenenden bestehenden Kurses ein wenig nachholen zu können.
Es war eine angenehme Lerngemeinschaft aus ca. 20 Erwachsenen. Manche besuchten wie ich den Kurs nur für sich selbst, andere aus beruflichen Gründen, weil sie in der Familienhilfe, im Krankenhaus oder der Gemeinde mit Seelsorge zu tun haben. Hier ein Ausschnitt der behandelten Themen:
Ziele und Perspektiven von Seelsorge, Unterscheidungen zu Beratung und Therapie
Gebet, Kommunikation und Fragetechniken
Vergebungsprozesse
Verletzende Erfahrungen
Sucht
Chancen und Grenzen der seelsorgerlichen Begleitung von Menschen mit psychischen Erkrankungen
Ein gesunder Umgang mit den eigenen Ressourcen
Identität und Berufung
Jedes Wochenende lernten wir einen anderen Referenten kennen – alles interessante Menschen mit viel praktischer und Lebenserfahrung. Den Ignis-Seelsorgekurs kann ich wärmstens empfehlen.
Ein anderer Aspekt an Seelsorge ist das Verarbeiten und einen Platz für das Erlebte zu finden, es einzusortieren und weiterzuziehen, es ins Leben zu integrieren. Dieses Stichwort fällt bei Therapeuten öfter und trifft es richtig gut. Es geht bei der Verarbeitung traumatischer Erfahrungen am Ende um die Frage: Wie lebe ich weiter?
Dafür muss man näher hinschauen und sich dem Schmerz stellen. Es heißt nicht, dass es am Ende dieses Prozesses nicht mehr weh tut, aber dass man Friedenmit sich und seiner Vergangenheit schließt.
Dazu gehört ebenso zu erkennen, dass man sich ggf. selbst weiteren Schmerz zugefügt hat, weil man so auf das Schmerzhafte reagiert hat, wie man reagiert hat und dadurch weitere Probleme entstanden sind, an deren Konsequenzen man selbst oder die Menschen um einen herum leiden usw. Dies gilt es, sich selbst zu vergeben. (Siehe oben: Nicht in Scham versinken!)
Seelsorge hat oft mit Vergebung zu tun: Denjenigen vergeben, die an uns schuldig geworden sind, sich selbst vergeben und vor Gott um Vergebung bitten, wo wir schuldig geworden sind.
Dass das ein Prozess ist hatte ich schon gesagt, oder?
Um auf das Bild vom Anfang zurückzukommen: Die Zähne oder auch die Füße müssen immer wieder gepflegt werden. Daher finde ich das Wort Seelenhygiene auch so gut, weil es dieses regelmäßige sich um seine Seele (anderes Wort: das Herz) kümmern ausdrückt. Hier ist das noch einmal in einem meiner Lieblingsbibelverse ausgedrückt:
Mehr als alles behüte dein Herz, denn von ihm geht das Leben aus.
Gerade hat uns die Trauerwelle mal wieder erfasst. Vielleicht, weil sich Dinge jähren. Vor zwei Jahren ist ein guter Freund, Vater von drei Kindern unter 13 Jahren, viel zu jung gestorben. Er war der Patenonkel unseres jüngsten Kindes.
Ich habe gelernt, dass diese Momente der Trauer einen manchmal überkommen. So richtig weiß ich noch nicht, wie man gut durch solch eine Welle surft. Wie begleite ich die Trauer meiner Familienangehörigen, wenn ich selbst traurig bin?
Da hilft es schon mal zu wissen, dass die Welle wieder vorbeigeht.
Jedoch muss nicht erst jemand sterben, damit ein Trauerprozess in Gang gesetzt wird. Jeder Verlust muss „betrauert“ werden. Für unser Kind war und ist auch unser Umzug letztes Jahr ein großer Verlust. Das Leben wie er es bisher kannte, hat sich grundlegend verändert. Jeden Tag konnte er mit gleichaltrigen Jungs draußen spielen: auf Bäume klettern und Fußball spielen und so. Es war ein Traum!
Alles Schönreden bringt im ersten Moment nichts. Das Vermissen des Verlorenen darf sein. Gefühle, die unser Kind fühlt, dürfen sein. Und die kommen und gehen in Wellen: Mal ist da Wut, mal große Traurigkeit und das Gefühl, seinen Platz verloren zu haben. Das Leben hat sich verändert und wird nie mehr so sein wie es mal war. Das klingt dramatisch, aber man darf anerkennen, was ist. Wir sind nun mal aus einer Gemeinschaft gezogen und wohnen nun für uns als Familie allein. Prozess heißt ja auch, es gibt verschiedene Phasen und vielleicht kein so eindeutiges Ende.
In den letzten Monaten gab es Momente, wo es sich unser Kind in seinem neuen Zimmer schön gemacht hat und Freude an dem Neuen gefunden hat. Ich hab auch nicht das Gefühl, dass es ihm nur geschadet hat, dass wir umgezogen sind. Dadurch, dass nicht so viel passiert, kann er an dem Anteil nehmen, was bei uns in der Familie so los ist. Wenn mein Mann etwas baut oder im Garten macht, ist unser Jüngster jetzt oft dabei. Oder er schnappt sich die Gitarre und probiert sich auf deren Saiten aus. Früher wären andere Dinge spannender gewesen.
Wir lernen das Leben ganz neu kennen und die Trauer – it comes in waves…
P.S. Das 2025 erschienene o’bros-Album „To be honest“ hat meinen Sohn und mich auf vielen Autofahrten begleitet, besonders diese vier Lieder. Und irgendwie spiegelt die Reihenfolge, in welcher diese Lieder bei uns beliebt waren, auch eine Entwicklung wieder.
Manchmal muss man einfach mal aus dem gewohnten Umfeld raus – und wenn es nur eine andere Unterkunft als das eigene Zuhause ist. Mal Urlaub allein machen, Abstand zu den Herausforderungen des Alltags bekommen, über den Tellerrand schauen, eine Pause machen.
Nachdem ich letzten Juni vier Tage für mich freigeschaufelt hatte und ein Hotel im brandenburgischen Nirgendwo sowie eine Unterkunft bei Bekannten in der Stadt gebucht hatte, fand ich mich die meiste Zeit an meinem Handy wieder.
Den ersten Tag war ich in meiner Rolle als Familienmanagerin tätig, vervollständigte Kalender und Aufgabenlisten und schrieb Textnachrichten an meine Familienmitglieder. Mit der Zeit störte mich das altmodische Ambiente des Hotelzimmers mehr als ich gedacht hätte. Ich freute mich dennoch an dem schönen warmen Braunton der Wände und dem durch die weißen Gardinen einfallenden Tageslicht und versank für die nächsten Stunden in meinem mitgebrachten Roman. Ansonsten zog es mich nach draußen in die kleinen Läden des Ortes. Viel gab es dort nicht. Ein paar Besorgungen, die ich zu machen hatte, fielen mir dennoch ein. Shopping als Kompensation für innere Leere. Ich ließ es zu.
Als ich am dritten Tag zu meinen Bekannten in die große Stadt wechselte, war ich innerlich schon etwas ruhiger. Ich betete, ließ mich von einem Buch im Regal inspirieren und kaufte mir was zu Essen im Bioladen um die Ecke. Dann traf ich mich noch mit Freundinnen und schon waren meine vier Tage um. Und ich war irgendwie enttäuscht.
So richtig zur Ruhe gekommen war ich nicht, aber ich war auch völlig planlos und gestresst in diese Zeit gestartet. Wir hatten eine schwere Zeit mit vielen Verlusten hinter uns, waren gerade umgezogen und bei mir war einfach die Luft raus. Ich wollte nur noch allein sein und lesen. Es war okay, aber das nächste Mal möchte ich mehr aus meiner Auszeit herausholen und sie fokussierter angehen.
Man kann ja aus allem etwas lernen und so habe ich aus meiner Auszeit Folgendes mitgenommen:
Mach dir einen Plan, wie du deine Auszeit gestalten möchtest.
Investiere Zeit in die Auswahl des Ortes.
Organisiere, was noch zu organisieren ist vorher und delegiere Aufgaben an deine Familienmitglieder.
Verzichte bewusst auf das, womit du dich sonst ablenkst und belohnst, was dich aber nicht wirklich entspannt (in meinem Fall: Handy und Shopping).
Überlege dir, was gute Arten der Entspannung für dich sind, z.B. ein Spaziergang, Treffen mit Freunden, eine Kosmetikbehandlung, ein gutes Buch.
Zum Thema inspiriert haben mich folgende Podcasts/Bücher/Lieder:
Meine Lieblingspredigten für mittellange Autofahrten: John Mark Comers Teaching Podcast: Practicing the Way (Spotify), als Buch auch auf Deutsch erhältlich:
Leben vom Meister lernen: Practicing the Way
Drin blättern und nachdenken: Bianka Bleier: Das Leben feiern
Reinhören und Augen schließen: das Lied “Rest” von TobyMac (Spotify)
Praktischer Guide: Julia Warkentin: 30 Tage Stress-Detox: Eine Anleitung zum Auftanken und Loslassen
Apropos: Wenn du Buchtipps oder Ähnliches hast, schreib es doch gern in die Kommentare. Ich würde gern eine Linksammlung zum Thema Auszeit & Reflexion erstellen.